Review /// Das zweite Album ist immer das schwerste – wir hatten Glück!

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Fotos: Otto Lübben

Die zweite Auflage unseres Festivals für Schülerbands war ein voller Erfolg. Diesmal stand die Bühne in der Breiten Strasse auf dem grünen Gelände am Übergang zum Hain. Für uns ein Glücksfall – wir hatten vielmehr interessiertes Laufpublikum und es wurde gegen Abend richtig voll. Es hat einfach alles gepasst. Das Wetter war perfekt und unter den großen Bäumen fand man genug Schatten um auf einer Decke oder auf Campingstühlen in das Festival zu starten. Den Anfang machte die Band Mint vom Friedrich-Schiller Gymnasium aus Königs Wusterhausen. Mit Boomwrackern und geballter Power ging es mit Popmusik gleich richtig los. Dann folgte ebenfalls ein reines Schulbandprojekt vom Gymnasium in Lübbenau. Die No Names und Till17 enterten die Bühne. Für die No Names war es der zweite Auftritt und am Ende des Sets von Till17 durften sie sogar mit auf die Bühne und rockten als Chor gemeinsam den Song Cordula Grün. Till17 waren glücklicherweise für The Circle eingesprungen, die wegen Krankheit absagen mussten. Der Besuch aus Lübbenau hat uns sehr gefreut!

Danach kamen die Dirty Socks aus Königs Wusterhausen auf die Bühne. Eine noch sehr frische Band der Kreismusikschule Dahme-Spreewald. Frisch und mit Chuzpe zockten die Vier fünf Songs von den Beatles. Supersouverän und herzzerreißend zugleich spielten sie Hard Days Night  bis Day Tripper – die absolute Beatlemania dockte in Lübben an. Inzwischen waren auch alle Tänzerinnen der Tanzgruppe der Kreismusikschule im Backstage angekommen. Kurzes Umziehen und schon legten die Tänzerinnen mit ihren HipHop Einlagen auf dem Rasen vor der Bühne los. Die kraftvollen schnellen Moves machten das Publikum locker für den nächten Auftritt. Nach den Dirty Socks und den Tänzerinnen liefen die Big Boys aus Zeuthen auf die Bühne. Sie spielten ohne Gesang aber dafür mit einem ordentlichen Bläsersatz instrumental und sehr groovy unter anderem Songs von den Lucky Chops. Something is goin on in Zeuthen! Die Jungs sind selbst organisiert und wir sind gespannt, wie sich diese Powercrew entwickelt. Kommt uns gerne wieder besuchen! Nach dieser großen Formation gab es einen wunderbaren Kontrast mit dem Set von First Orange aus Lübben. Eine Sängerin begleitet von zwei Gitarristen mit Akustikgitarren. Es wurde intim und so schön. Die Setliste hatte viele Perlen der Popmusik gehoben und in Akustikversionen verpackt. Boys Don´t Cry von The Cure lies die Herzen beim Publikum höherschlagen und mit Hand auf dem Herz wurde hier und da die Hookline im Publikum vereinzelt auch mit Träne im Knopfloch mitgesungen. Am Ende ging für die letzten drei Songs einer der Gitarristen ans Drumset und es kam Verstärkung am E-Bass  auf die Bühne. Es wurde nochmal richtig Rock ´n Rollig. Moving to New York von den Wombats fegte über die Breite Strasse in die eingebrochene Nacht. Mittlerweile kam das Bühnenlicht richtig zur Geltung und der Platz hatte sich inzwischen ordentlich mit Besucherinnen und Besuchern gefüllt. Zeit für die Tangled Cables – Lokalmatadore wie First Orange. Die Tangled Cables sind ein Ensemble der Kreismusikschule und stehen nun nach dem Abi vor einer neuen Lebensphase. Wahrscheinlich war es erstmal der letzte Auftritt aus der Routine der wöchentlichen Proben und Auftritte heraus. Umso freier spielten sie ihre teils eingen Songs die sogar von Freunden und Fans mitgesungen wurden. Mit Westkreuz von von wegen Lisbeth ging noch mal eine weitere Tür auf und sie ließen gemeinsam los. Wohin die Reise geht wird sich zeigen, aber man merkte den besonderer Moment der ganzen Band an.

Das Finale spielten die Starkstromkids aus Senftenberg. Wie kann man nur so wahnsinnig gut abrocken? Präzise Gitarreros, alles Solisten vor dem Herrn, ein gediegener 70ies Rockbandsound und eine Setliste die sich gewaschen hatte. Die Rock- und Bluesfans ältern Semesters hatten sich nun entgültig vor der Bühne eingefunden und alle waren umgehauen von dem pumpenden Gitarrenbandrock auf Senftenberg. Alles samt sehr entspannte Musikerinnen und Musiker auf der Bühne mit einem brettharten Supersound und das mit im Durchschnitt 16 Jahren. Kein Wunder, daß so eine Band beim Landeswettbewerb Jugend Musiziert mit Höchstpunkzahl und Sonderpreis nach Hause fährt.

Wir sind überglücklich, daß uns die zweite Auflage so geglückt ist. Das verdanken wir vor allem den Bands die uns besucht und für uns gespielt haben. Ohne unseren Hauptsponsor die Stiftung Dahme-Spreewald der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam könnten wir das Festival nicht veranstalten. Wir danken von Herzen für das Vertrauen und die Unterstützung!

Unser wichtigster Partner vor Ort ist die Stadt Lübben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen uns großzügig und pro aktiv bei unserem Festival. Wir treffen dort immer auf offene Ohren für unsere kleinen und großen Probleme. Dank an die Firma MEC Sound aus Lübben, zwei unermüdliche Technikprofis aus dem Lübbener Musikladen am Markt. Der Sound war perfekt und die kurzen Umbaupausen brachten die beiden nie ins schwitzen. Die Bühne kam von Bork Lange und Tobias Kanter. Den Beiden gilt besonderer Dank auch für die Unterstützung unseres Festivals im Vorfeld.

Nicht zu letzt geht der Dank an die Kreismusikschule Dahme-Spreewald und die unermütlichen Mitglieder des Fördervereins Lübbener Musikschüler e.V. Da werden Urlaubstage genommen, Behördengänge zwischendruch erledigt, Backstagepässe organisiert, Plakatpakete abgeholt, Gitarren gestimmt und lockere Kabelbuchsen verarztet und am Ende auf dem Getränkewagen gerackert. Und alles mit Leichtigkeit bis zum Schluß!

Ihr seid die Besten! Cheers an Euch alle! Schools in – Rock on!

Presseartikel zu unserem Festival aus der Lausitzer Rundschau vom 26.8.2019

Vorankündigung und Interview mit den Tangled Cables in der Lausitzer Rundschau